Einträge mit den Tag ‘Spiele’

Fragmentierung bedroht den Erfolg von iPhone und iPod touch

27.07.2009 | 2 Kommentare | iPhone Games News, iPhone News

Apple hat gerade sein erfolgreichstes Quartal aller Zeiten außerhalb der Weihnachtssaison mit unglaublichen 5,2 Mio. verkauften iPhones und 10,2 Mio. verkauften iPods vermeldet. Damit sind seit dem iPod touch der ersten Generation und dem ersten iPhone gut 45 Millionen Endgeräte im Markt, auf die ihre Nutzer fleißig die verschiedensten Applikation, mittlerweile über 65.000, über den App Store von iTunes herunterladen. In etwas über einem Jahr waren es mehr als 1,5 Milliarden Downloads. Das heißt im Schnitt hat jeder einzelne iPhone- oder iPod touch-Nutzer 33 Applikationen heruntergeladen und installiert. Davon sind andere Handyhersteller wie Nokia, Sony Ericsson, Samsung & Co., als auch die Betriebssystemanbieter Microsoft und Google mit ihren mobilen Marktplätzen Lichtjahre entfernt.

Da kann man Apple nur gratulieren und man könnte meinen, das muss das Paradies für Anbieter (Entwickler) von mobilen Applikationen, insbesondere Games, sein. Eine direkte Geschäftsbeziehung mit Apple ohne Zwischenhändler, weltweite Distribution auf Knopfdruck, eine technisch weit überlegende mobile Plattform, für die man bisher nur mit eine einzige Version einer Applikation entwickeln musst, um eben diese 45 Millionen potentiellen Endkunden zu erreichen.

Fragmentierung – Alptraum aller mobilen Entwickler

Im Juli dieses Jahres hat Apple das neue iPhone und die neue iPhone Firmware 3.0 (iPhone OS 3.0) vorgestellt. Das iPhone 3GS bietet neben zusätzlichen Funktionen, wie z.B. einem Kompass, vor allem mehr Geschwindigkeit. Mit dem iPhone OS 3.0, dass es kostenlos für alle älteren iPhones und für €7,99 für alle iPod touch gibt, lassen sich neue Geschäftsmodelle wie Abos oder kostenpflichtige Zusatzinhalte realisieren. Das sind prinzipiell gute Nachrichten – mehr Leistung ist immer gut und insbesondere durch die neuen Geschäftsmodelle werden sich hochwertigere Applikationen, und vor allem Spiele mit zusätzlichen Levels oder sogenannten in-game Items, in Zukunft realisieren lassen. Doch gerade in der Überlegenheit des neuen iPhone und den neuen Funktionen des iPhone OS 3.0 liegt auch eine Gefahr. Es wurde bereits viel darüber diskutiert, dass Apple eines seiner stärksten Alleinstellungsmerkmale, die Konsistenz der Plattform, aufweicht. Das neue iPhone 3GS und die neuen Funktionen von OS 3.0 führen zwangsläufig zur Fragmentierung und stellen damit auf lange Sicht eine ernsthafte Bedrohung für die Entwickler-Community und den Erfolg des App Store dar.

Wie viele und vor allem welche Versionen von iPhone und iPod touch sind im Markt?

Da es fast keine verlässlichen Daten darüber gibt, wie viele Geräte genau und welche Versionen im Einsatz sind und welche Betriebssysteme darauf benutzt werden, soll an dieser Stelle anhand von handfesten Zahlen die Situation eingehend beleuchtet werden. Das kostenlosen Werbespiel Barclaycard Waterslide Extreme, das im Zuge der kultigen Wasserrutschen-Anzeige von Barclaycard nach einem Konzept von Dare Digital von FISHLABS entwickelt wurde, hat innerhalb von einer Woche über 2,5 Millionen Downloads generiert und dominiert die Download-Charts in 57 Ländern. Da Waterslide Extreme zudem für ein breites Publikum von Gelegenheitsspielern konzipiert ist, kann man damit einen recht guten Überblick der derzeit installierten Geräte und Betriebssysteme erhalten.

Wie bereits erwähnt, ist das iPhone 3GS deutlich leistungsfähiger als anderen iPhone und iPod touch. Aber zwischen iPhone, iPhone 3G, iPod touch der ersten und der zweiten Generation gibt es teils deutliche Unterschiede. Als Entwickler möchte man wissen, wie viele potenzielle Kunden man möglicherweise verliert, wenn man die Anwendung nun für leistungsfähigere Geräte wie den iPod touch der 2. Generation und natürlich das iPhone 3GS optimiert. Eventuell lohnt es sich auch, mehrere verschiedene Grafik-Ausführungen anzubieten.

Statistik der iPhone und iPod touch Verteilung von über 2 Millionen Barclaycards Waterslide Extreme Downloads
 
Sämtliche Daten wurden anonym erhoben und lassen keinerlei Rückschlüsse auf einzelne Anwender zu

Sehr deutlich kann man erkennen, dass iPhone 3G und iPod touch der 2. Generation die beliebtesten Geräte sind, mit fast gleichen Marktanteilen um jeweils 38%. Das iPhone 3GS liegt bei etwa 12,5% Prozent – schon ein recht beachtlicher Anteil, wenn man bedenkt, dass es erst seit kurzem erhältlich ist.
Es empfiehlt sich also, insbesondere in der Spieleentwicklung, wo es auf das letzte Quäntchen Rechenleistung ankommt, für das Leistungiveau des iPod touch der 2. Generation zu optimieren, um auf fast 90% der verkauften iDevices (iPod touch 2. Generation, iPhone 3G und iPhone 3GS) ein gutes Spielerlebnis zu erreichen. Für das ursprüngliche iPhone und den iPod touch der 1. Generation macht es unter Umständen Sinn, Grafikelemente und -effekte zu reduzieren. Andererseits ist es aber auch einfach noch zu früh, eine dezidierte High-End-Version herauszubringen, die die enorme Rechenpower des iPhone 3GS voll unterstützt. Noch kritischer wäre eine Anwendung (Spiel), die auf exklusiven Funktionen des iPhone 3GS basiert.

Wie viele iPhones und iPod touch laufen bereits mit OS 3.0?

Die meisten Entwickler sind ganz begeistert von den neuen iPhone OS 3.0-Funktionen wie In-App-Purchasing, Push Notification, Bluetooth-Multiplayer und so weiter. Aber wann ist die richtige Zeit gekommen, um Anwendungen und insbesondere Spiele auf den Markt zu bringen, die diese neuen Funktionen gezielt verwenden?

Statistik der Verteilung von installierten iPhone Betriebssystemen von über 2 Millionen Barclaycards Waterslide Extreme Downloads
 
Sämtliche Daten wurden anonym erhoben und lassen keinerlei Rückschlüsse auf einzelne Anwender zu

Wer eine Anwendung (Spiel) mit den neuen OS 3.0-Funktionen für das iPhone herausbringen möchte, kann dafür mit rund 60% der gesamten potenziellen Kundschaft rechnen. Damit erreicht man immer noch eine Menge potentielle Kunden, aber es ist nicht einfach, in die Top 25 zu kommen, wenn die Anzahl der möglichen Downloads im Vergleich mit OS 2.x-Anwendungen der Konkurrenz um bis zu 40% niedriger liegt (auch wenn manch einer sich vielleicht für eine besonders tolle Anwendung ein 3.0-Upgrade besorgt).

Natürlich wird Apple Anwendungen (Spiele) mit OS 3.0-Funktionen besonders bewerben, um das zu kompensieren. Aber sobald die Werbeaktion endet, ist das Risiko wieder da. Der Zeitpunkt der Veröffentlichung kann also sehr entscheidend sein, wen man bereits OS 3.0-Funktionen unterstützen möchte. Vielleicht ist es auch sinnvoll, zunächst eine Applikation mit OS 2.x-Funktionen herauszubringen und dann, wenn die erste Vermarktungswelle vorüber ist, ein Update mit OS 3.0-Funktionen nachzuschieben, um damit eine zweite Vermarktungswelle zu starten. Das funktioniert natürlich nicht bei Anwendungen (Spielen), die komplett auf den Funktionen von OS 3.0 basieren.

Wie immer ist der Erfolg einer Applikation nicht nur von diesen Überlegungen abhängig aber mit Sicherheit hat die Strategie, wann und welchem Umfang man auf die neuen Funktionen des iPhone 3GS und des iPhone OS 3.0 setzt, einen wesentlichen Teil daran an. Gemessen an der Dynamik, die im App Store herrscht, werden wir in kürze erfahren, was sich bewährt und was nicht. Nur wird Apple bis dahin weitere zig Millionen Geräte verkauft haben und es gelten dann wieder neue Spielregeln. Aber das macht es ja auch so spannend.

Tags: , , , , , , , , , , , , , , , ,

Brawn GP F1™ Racing iPhone Game live im App Store

09.07.2009 | 2 Kommentare | iPhone Games News

Brawn GP hat Upstream beauftragt, ein Brawn GP Racing Game für iPhone and iPod touch zu entwickeln, bei dem die Spieler auch einen luxuriösen Mercedes SL Roadster (nur für US, CA und GB) gewinnen können. Natürlich sind wir total begeistert, dass wir ausgewählt wurden, das erste Formel 1™ Rennspiel für iPhone und iPod touch zu entwickeln und seit kurzem ist das Spiel jetzt auch live!

Was steckt drin im Brawn GP iPhone Spiel?

Du hast die Möglichkeit, den Brawn GP Boliden zu fahren und Dich auf einer von vier imaginären, internationalen Strecken zu qualifizieren. Auf der ersten Strecke befindest du dich in der Innenstadt von London auf dem British Grand Prix 2009 und passierst während deiner Qualifizierungsrunden Sehenswürdigkeiten wie den Big Ben und den Buckingham Palace. Zusätzliche Strecken, wie Road America’s Carousel, Silverstone’s Copse und Monaco’s Hairpin werden als kostenlose Updates im Laufe der diesjährigen Saison erhältlich sein.

F1™ Racing auf dem iPhone – wie fühlt sich das an?

Basierend auf unserer hochentwickelten Racing Engine mit 4-Punkt-Fahrphysik bietet Brawn GP Racing ein hoch realistisches Rennerlebnis auf dem iPhone und iPod touch. Zugegeben, wir haben natürlich versucht, dem echten Fahrerlebnis so nah wie möglich zu kommen, ohne jedoch zu realistisch zu werden – du würdest wahrscheinlich nicht eine Runde schaffen, ohne das Auto komplett zu schrotten ;-). Nervenkitzel und Fahrspaß waren uns gleichermaßen wichtig.

Wie kann ich den Mercedes SL gewinnen?

Sobald bald du dich mit deiner Runde qualifiziert hast, kannst du deine Bestzeit hochladen und erhältst damit die Möglichkeit, dich mit deiner Rennzeit an die Spitze zu setzen und einen Mercedes SL Roadster zu gewinnen. Je schneller du bist, desto größer sind deine Gewinnchancen. Der Wettbewerb endet exakt zu dem Zeitpunkt, an dem der Sieger des echten Rennens am 1. November 2009 in Abu Dhabi die Ziellinie passiert. Am 12. November wird schließlich der Gewinner des brandneuen Mercedes SL in der Brawn GP Formel Eins Team-Edition verkündet. Der Wettbewerb gilt jedoch nur für Spieler aus den USA, Kanada und Großbritannien.

Tags: , , , , , , , , ,

Das iPhone - wie geschaffen für Games wie Galaxy on Fire™ - Teil 1

30.04.2009 | 1 Kommentar | iPhone Games News

Galaxy on Fire iPhone Game Splashscreen 480 x 320Enorme Rechenpower, ein riesiges Display, satter Sound und analoge Steuerung per Touch oder Bewegungssensor. Das iPhone ist wie geschaffen für unser Space Shooting Game Galaxy on Fire™. Seit ein paar Wochen rockt unser Megahit jetzt auch auf dem iPhone und dem iPod touch. Dazu haben wir die gesamte Grafik komplett überarbeitet, den Soundtrack aufwendig neu komponiert, weitere Soundeffekte hinzugefügt, einen neuen Survival Modus entwickelt und eine analoge Steuerung entwickelt, bei der echtes Raumfeeling aufkommt. Doch der Reihe nach.

Space Eyecandy pur auf dem iPhone

Galaxy on Fire Hauptmenu auf dem iPhoneSchon bei der Startup-Sequenz kommt Galaxy on Fire™ fürs iPhone im neuen Gewand daher. Das FISHLABS-Logo flimmert im Interlaced Monitordesign und auch alle anderen Menus sind entsprechend gestaltet. Eine Hommage an die frühen 90er-Jahre, als viele von uns Wing Commander und Elite endlos gezockt haben. Im Hintergrund laufen die ersten 3D-Szenen, die eher an PC-Games der späten 90er erinnern als an ein Handyspiel. Riesige Raumschiffe schieben sich gemächlich an der Kamera vorbei, während kleine Jäger vor einem riesigen Planeten Patrouille fliegen. Begleitet wird das ganze vom bekannten Hauptthema aus Galaxy on Fire™, allerdings im satten orchestralen Sound – ich glaub, ich sitz‘ im Kino.

Wann fängt der Film endlich an?

Das Hauptmenü habe ich hinter mir gelassen. Ich wähle den Storymodus. Natürlich erinnere ich mich noch gut an das Intro, damals auf dem Sony Ericsson K700. Es war beindruckend, weil voll 3D animiert, detailreich, flüssig und mit erstaunlicher Sichtweite. Beeindruckend für eine Plattform, auf der bislang nur 2D-Spiele liefen. Das neue Intro auf dem iPhone haut einen glatt aus den Schuhen. Ein funkelnder Sternenhintergrund schimmert einem entgegen, einzelne Asteroiden ziehen rotierend langsam vorbei. Die erste semitransparente Textbox wird eingeblendet, während die Kamera sanft zur Seite schwenkt und ein herrlicher Sternnebel ins Bild kommt. Mittendrin ein Planet, der von einer gleißenden Sonne angestrahlt wird. Subtile Lensflares spielen in der virtuellen Optik. Ich tippe auf weiter und die Kamera schwenkt auf einen hochaufgelösten Planeten, vor dem sich in 3D eine Raumstation um ihre eigene Achse dreht. Eden Prime, A.D. 3587. Es geht los. Endlich.

Ankunft auf dem iPhone – ich meine Eden Prime

Galaxy on Fire Intro Scene auf dem iPhoneMajestätisch nähert sich die SS Ulysses und fliegt zum Greifen nah an der Kamera vorbei. Deutlich kann man mit die vielen Details auf der Hülle des Terranischen Schlachtkreuzers erkennen. Am Heck leuchten pulsierend die riesigen Ionen-Triebwerke in hellem Cyan. Steht mein Mund offen? Christine heißt mich willkommen. Süß. Sie weiß ja nicht, dass wir uns schon vor gut drei Jahren kennengelernt haben. Macht nix. Ich lasse mir nichts anmerken und folge ihr in den Hangar.

Mein erster Einsatz im Weltraum auf dem iPhone

Galaxy on Fire Hangar auf dem iPhoneGeräumig geht es hier zu. Am Ende der Kamerafahrt durch den weitläufigen Hangar blicke ich auf ein kleines Etwas, das knapp über dem Boden schwebt. Hm, sieht so aus, als ob mein erstes Raumschiff immer noch nicht viel mehr als eine Blechbüchse mit Raketentriebwerk wäre. Egal, ich höre mir noch geduldig die Hinweise von Christine an, dann geht’s zum ersten Testflug.

Galaxy on Fire Testflug auf dem iPhoneWow! Was für eine Framerate! Kleine Partikel fliegen mir entgegen, meine Icarus hebt sich mit den leuchtenden Triebwerken gut vor dem glitzernden Sternenhintergrund ab. Das Head Up Display bietet alle Funktionen auf einen Blick und verdeckt dank des riesigen Bildschirms nur wenig von der Szene. Während Christine mir die Grundfunktionalitäten der Steuerung und des HUD erklärt, suche ich nach dem Feuerknopf. Rechts unten sieht gut aus. PFIUUUH, PFIUUH und die ersten Zwillingslasergeschosse fliegen grünleuchtend gen Horizont. Geiles Geräusch. Gleich noch mal. PFIUUUH, PFIUUUH. Das hat in der Java-Version definitiv gefehlt.

Christine nähert sich mittlerweile dem ersten Waypoint. Ihr Schiff ist weit in der Ferne, nur noch an dem gelben Schweif und der grünen Markierung im HUD zu erkennen. Sie fragt sich sicherlich, wo ich denn nur bleibe. Was hatte sie noch mal gesagt, wegen der Steuerung? Ah, links unten der Analogstick. Das soll funktionieren? Ich bin überrascht, steuert sich wirklich gut. Super flüssig zieht die 3D Szene an mir vorbei und ich fliege so lange in alle möglichen Richtungen, bis mir leicht schwummrig wird.

So, jetzt muss ich aber mal echt Gas geben und zum ersten Waypoint. Auf einem normalen Handy war der Booster auf der „3“, die gibt’s auf dem iPhone nicht. Hm, vielleicht der Doppelpfeil neben dem Analogstick? WOOOOOHOOOOO! Lahme Blechbüchse? Mit einem turbinenartigen Geräusch geht die Icarus voll ab und mein Kopf geht leicht nach hinten, als würde ich die Beschleunigung real spüren. Konditioniert wie der Pawlowsche Hund. Hoffentlich sieht mir jetzt keiner beim Spielen zu.

Fortsetzung folgt…

Tags: , , , ,

iPhone Games – what else?

14.02.2009 | 5 Kommentare | Handy Games News

iPhone, iPhone, iPhone! Zurzeit hört und liest man von kaum etwas anderem als den unglaublichen Erfolgen von Apple mit dem iPhone und dem App Store und alle Wettbewerber müssen sich daran messen lassen. Über 500 Millionen Applikationen sind seit dem Start des App Stores in etwas mehr als einem halben Jahr heruntergeladen worden. Mehr als 20.000 Applikationen sind mittlerweile verfügbar -  die meisten davon sind Games. Gameloft, zweitgrößter Mobile Games Publisher, gab bekannt, dass Apple sein mit Abstand größter Kunde sei. Dazu muss man sich vor Augen führen, dass Vodafone als weltweit größter Mobilfunkbetreiber mit über 300 Millionen Nutzern mindestens 10 Mal mehr potentielle mobile Kunden hat, als Apple mit seinen  iPhone- und iPod touch-Nutzern zusammen. Aktuelle Analysen belegen eindrucksvoll die hohe Akzeptanz von Applikationen bei iPhone-Nutzern: Laut ComScore haben gut ein Drittel der iPhone-Nutzer in den USA ein Handyspiel heruntergeladen. Bei normalen Handys liegt der Anteil bei lediglich 3,8% im europäischen Durchschnitt.

Mobile Games Forum 2009: iPhone und App Store in aller Munde

So wundert es nicht, dass sich auch auf dem Mobile Games Forum in London vor zwei Wochen jede Diskussion um iPhone Games und den App Store drehte. Selbst die Keynote von Suresh Sudera, Head of Game von Vodafone, nutzte Apples Erfolg als Leitbild. Als wesentliche Probleme der Entwickler nannte Suresh die extreme Fragmentierung der Handys (zig hundert Versionen sind von einem Handyspiel erforderlich, um es weltweit auf möglichst vielen Geräten zu vermarkten), niedrige Margen (je nach Vertragsverhältnis bekommt der Entwickler 25-50% des Endkundenpreises) und unzureichendes Marketing (beschränkt sich im Wesentlichen auf die Werbung innerhalb des WAP-Portals des Netzwerkbetreibers).

Interessant, hatte doch unser Blog Anfang des Jahres mit der Ankündigung, uns auf iPhone Games und andere Smartphone-Plattformen zu fokussieren und aus genau den oben genannten Gründen bis auf weiteres keine neuen Games für den Vertrieb über Netzwerkbetreiber zu entwickeln, für viel Wirbel gesorgt. Bezeichnend, dass jetzt selbst Top-Publisher THQ Wireless mit unglaublichen starken Marken wie Star Wars, Indiana Jones und Worms, nach herben Verlusten dieselbe Richtung einschlägt.

Sind iPhone Games und App Store wirklich so viel besser?

Aber warum ist Apple so erfolgreich mit Games für iPhone und iPod touch? Ist Apple so gut oder sind alle anderen so schlecht? In der Tat hat Apple mit dem iPhone zusammen mit dem App Store eine Revolution ausgelöst. Das iPhone ist das mit Abstand leistungsfähigste Gerät für Handyspiele und übertrifft zum Teil sogar die PSP von Sony. Der größte Vorteil des App Stores ist sicherlich die nahtlose Anbindung zum iPhone. Jeder Nutzer verbindet sich wie selbstverständlich mit dem Dienst. Da das per Datenkabel mit dem PC (Side Loading) oder direkt per WiFi geschieht, entstehen natürlich keine Verdingungskosten, was bei den meisten Netzwerkbetreibern der Fall ist, falls man nicht gerade einen entsprechenden Datentarif hat. Selbst für die Nutzung unterwegs ist das iPhone besser aufgestellt, weil Apple dafür gesorgt hat, dass das Gerät nur zusammen mit einer Daten-Flatrate angeboten wird. Der Kunde tappt mit seinem iPhone also nie in die Kostenfalle.

3:0 für Apple.

Bei der Nutzung über das Datenkabel oder WiFi fällt sofort auf, dass das Browsen durch die Applikationen wesentlich schneller und intuitiver vonstatten geht als auf einem WAP-Portal. Auch der Informationsgehalt zu jeder Applikation ist mit ausführlichem Beschreibungstext, fünf hochauflösenden Screenshots und nicht zuletzt den User-Bewertungen und -Empfehlungen hervorragend. Gängige WAP-Portale bieten hier nur einen sehr kurzen Text, nur in der Ausnahme Screenshots und/oder Bewertungen und Empfehlungen à la Amazon sucht man meist vergebens. Eine löbliche Ausnahme ist hier das Handygames-Portal von Vodafone Deutschland, bei dem außerdem auch das Surfen innerhalb des Portals kostenlos ist.

Vodafone erzielt den Anschlusstreffer zum 3:1.

Dank der direkten Geschäftsbeziehungen ohne Zwischenhändler und der Möglichkeit, Downloads je nach Land auf Tagesbasis analysieren zu können und täglich Applikationen sowie Marketingmaterialien aktualisieren zu können, lassen sich Erfolg oder Misserfolg der Games und etwaiger Marketingmaßnahmen sofort bewerten. Wir als Anbieter können so sehr schnell auf Kundenanforderungen und Marktveränderungen reagieren und unser Angebot stetig verbessern.

BAMM! Kurz vor Ende der ersten Halbzeit drückt Apple den Netzwerkbetreibern noch einen rein und schickt sie mit 4:1 in die Kabine.

Viel Licht – viel Schatten?

Der einzige aber schwerwiegende Nachteil im App Store ist zurzeit das Überangebot an Applikationen. Hier werden 20.000 Applikationen schnell zur Qual der Wahl, zumal täglich gut hundert neue dazu kommen. Trotz der erst kürzlich eingeführten Kategorien und User-Bewertungen fällt es schwer, die guten Games zu finden.

Das hat auch Konsequenzen für die Anbieter. Wenn man sich mit seinen Titeln nicht in den Top25 befindet, generiert man nur relativ wenige Downloads. Folglich ist die Zahl der Fun Applikationen und sehr einfachen Spiele sehr groß und es herrscht ein verheerender Preiskampf, da die Anbieter selbst den Preispunkt bestimmen dürfen. Letztlich gerät das wiederum zum Nachteil des Verbrauchers, weil sich reichhaltige und wirklich gute Applikationen (Games) nur schwer durchsetzen können. Das macht das Entwickeln von hochwertigen Games oder sehr speziellen Anwendungen (Games?) für eine besondere Zielgruppe äußerst risikoreich. Aber hier gibt es bereits Gerüchte, dass Apple für eine wenige Publisher eine Premium Kategorie einrichtet. Ebenfalls ein Makel, dass Vodafone Deutschland identifiziert hat und mit einer Premium-Kategorie bereits erfolgreich unterwegs ist.

Vodafone verkürzt auf 4:2.

Vergleicht man nun all diese Vorteile mit der Situation, Handyspiele über Netzwerkbetreiber zu verkaufen, wo wir als Entwickler lediglich 25-50% vom Endkundenpreis erhalten, hunderte von verschiedenen Handymodellen unterstützten und mit zig Partnern zusammen müssen, ist Apples Geschäftsmodell mit Abstand das fairste, flexibelste, schnellste und damit auch das profitabelste. Und das führt letztlich wiederum zu besseren Applikationen zum Vorteil der Endverbraucher.

Apple fegt Vodafone & Co. 5:2 vom Platz.

Haben andere Handy-Hersteller überhaupt noch eine Chance?

Sagen wir mal so, jeder halbherzige Versuch, zum iPhone aufschließen zu wollen, ist zum Scheitern verurteilt. Apples iPhone war wie ein Weckruf für die gesamte Branche und wer von den anderen Herstellern jetzt nicht Vollgas gibt, wird wohl auf der Strecke bleiben. Apple ist bei den sogenannten Smartphones bereits um einiges voraus und wird sich sicher nicht auf seinem Erfolg ausruhen, sondern weitere Zielgruppen erschließen.

Man darf jedoch nicht außer Acht lassen, dass ein großer Teil des Erfolgs darin liegt, dass Apple sich lediglich auf das High-end Segment beschränkt hat. Hier sind die Margen hoch und es musste auch nur ein Produkt entwickelt werden. Das spart Entwicklungs- und Marketingkosten. Mit Sicherheit werden die anderen Handy-Hersteller ihr Portfolio stark bereinigen und in 2009 deutlich weniger Modelle auf den Markt bringen. Auf jeden Fall müssen die anderen Anbieter ebenfalls ein hochwertiges Angebot an Applikationen und Diensten direkt anbieten. Es geht mittlerweile um mehr als nur darum, ein Handy mit Kamera und MP3-Player anzubieten. Entsprechende Ankündigungen dazu gab es ja bereits.

Was machen Nokia, Sony Ericsson, Android und Microsoft?

Nokia hat ausdrücklich erklärt, mit Zusatzdiensten einen wesentlichen Teil seines Umsatzes zu generieren und ist mit OVI und seinem integrierten Spieleangebot N-Gage bereits gut aufgestellt. Ähnlich wie beim iPhone, kann man auch bei Nokia Spiele erst auf den PC laden und dann auf das Mobiltelefon kopieren, wodurch die Transferkosten über das Mobilfunknetzwerk eingespart werden. Ein solides DRM-System sorgt für entsprechenden Kopierschutz. Umfangreiche Community Features, wie z.B. online Highscores und User-Bewertungen für die Spiele, runden das Angebot von Nokia ab. Die Strategie, nur ausgewählten Publishern mit hochwertigen Games Zugang zu gewähren und deren Handyspiele auf zig Millionen Geräten als Try&Buy-Version vorzuinstallieren, könnte den entscheidenden Unterschied zum App Store machen. Außerdem ist Nokia führend im Bereich der Wachstumsmärkte, also Brasilien, Russland, Indien und China und bietet mit Mobiletelefonen, die vielleicht nicht ganz so leistungsfähig, dafür aber günstiger als das iPhone sind, die Spielekonsole für die mobilen Gamer von morgen.

Apple und gehen Nokia 2:2 in die Pause.

Sony Ericsson hat mit PlayNow ebenfalls ein eigenes Portal für mobile Inhalte, das direkt vom Handy aus zugänglich ist. Das Angebot ist jedoch eher reichhaltig, als durchgängig hochwertig und zu den einzelnen Spielen gibt es ähnlich dürftige Informationen wie bei den meisten WAP-Portalen der Netzwerkbetreiber. Da es auch kein Bewertungssystem gibt, kauft der Kunde die Katze im Sack. Community Features oder die Möglichkeit des Side Loading fehlen ebenfalls und Anbieter von hochwertigen Spielen vermissen einen wirksamen Kopierschutz (für Java Games generell nicht wirksam). Hier muss Sony Ericsson in allen Bereichen dringend nachbessern, wenn der Anschluss im High-end Bereich nicht verpasst werden soll. Jüngste Ankündigungen seitens der Unternehmensführung geben Anlass zur Hoffnung, dass sich hier etwas tut.

Bei allen Defiziten darf jedoch nicht unterschätzt werden, dass Sony Ericsson im Bereich Java seiner Konkurrenz immer noch um Jahre voraus ist und von seiner Positionierung und der Nähe zum Mutterkonzern Sony viel näher am Thema Games dran ist als seine Wettbewerber.  Entsprechend beliebt ist Sony Ericsson bei Handy-Gamern in Europa (mMetrics), Russland und weiten Teilen Asiens. An sich also eine gute Basis, die mit dem konsequenten Ausbau im Smartphone-Bereich und der Erweiterung bzw. Neustrukturierung von PlayNow äußerst erfolgreich sein kann.

Sony Ericsson liegt mit 1:2 gegen Apple zur Halbzeit hinten, ist aber mit neuem Sturm und einer umgestellten Abwehr im zweiten Durchgang durchaus für eine Überraschung  gut.

Googles Android-Plattform mit dem Marketplace gleicht vom Ansatz her Apples Strategie. Der Publisher bekommt ebenfalls 70% und übernimmt das Marketing selbst. Jedoch handelt es sich bei Android letzten Endes wieder um eine Java-Plattform, die keinen Schutz vor Softwarepiraterie bietet. Das erste Mobiltelefon mit Android-Betriebssystem, das G1, kann von seinen Leistungsdaten und vor allem vom Design und der Verarbeitungsqualität mit dem iPhone nicht mithalten. Gerade für Gamer ein wichtiger Aspekt. Außerdem ist Google nur bekannt für das Suchen und Finden von Informationen sowie seine kostenlosen Zusatzdienste, wie z.B. Google Maps. Geld verdient Google ausschließlich mit Werbung. Das Verkaufen von mobilen Inhalten passt in diese Strategie jedoch irgendwie gar nicht rein – auch wenn Google anscheinend großzügig diese Einnahmen an Publisher und Netzwerkbetreiber weiterreichen will. Es ist daher mehr als fraglich, ob Nutzer in einem gelernt kostenlosen Google-Umfeld bereit sind, für Games und andere Applikationen zu zahlen. Noch fraglicher erscheint, ob potentielle Nutzer bereit sind, sich von Google, bei allem was sie auf ihrem Handy tun, permanent über die Schulter schauen zu lassen: Die Aktivierung des G1 erfordert ein Googlemail-Account über den das gesamte Nutzungsverhalten durch Google nachverfolgt werden kann.

Android hatte mit der unglücklichen Aufstellung einen schlechten Start in der ersten Hälfte und wird am 0:2 ordentlich zu knabbern haben. Ob das Team des Internet-Suchriesen die richtigen Mittel finden wird, das Spiel doch noch zu seinen Gunsten zu entscheiden, ist mehr als offen.

Microsoft, seit Jahren im Smartphone-Business unterwegs, hat sich mit Windows Mobile und starken Partnern wie HTC und Sony Ericsson (!) sowie einer sehr guten Anbindung an die Office-Umgebung bei den Business-Kunden einen guten Namen gemacht. Als Handyspieleplattform konnte sich Windows Mobile in Ermangelung eines App Stores und fehlendem Endkundenmarketing jedoch nicht etablieren. Windows Mobile-basierte Handygames spielen selbst bei Handango, einem der größten Online-Anbieter von Windows Mobile Applikationen, eher ein Nischendasein –  trotz der der hochwertigen Spiele, die dank des nativen Betriebssystems von Windows Mobile den Java-Games überlegen sind.

Mit dem bereits angekündigten Skymarket, über den bisher wenig bekannt ist, könnte Microsoft diese Lücke jedoch sehr schnell schließen. Dass Microsoft selbst sehr spät sogar relative artfremde Märkte erobern kann, ist nicht zuletzt durch den erstaunlichen Erfolg der Xbox360 gegenüber dem vermeintlichen Platzhirschen Sony mit seiner Playstation 3 eindrucksvoll belegt.

Zu Hause mit 1:3 hinten. Microsoft ist in der ersten Hälfte nur mühsam ins Smartphone-Spiel gekommen und es hat eine Weile gedauert, bis die Kommunikation zwischen den Spielern aus unterschiedlichen Clubs gestimmt hat. Aber es wäre nicht das erste Match, das der Software-Gigant in der zweiten Hälfte oder gar erst in der Verlängerung dank seiner immensen Reserven mit massivem Druck gedreht hat. Dieser Mannschaft trauen wir jedenfalls noch einiges zu.

Fazit

2009 verspricht eine äußerst spannende Rückrunde im Bereich Handygames zu werden. Den Sieg im Download-Business werden wahrscheinlich die Handy-Hersteller unter sich ausmachen. Auch wenn Vodafone und T-Mobile (USA) die Zeichen der Zeit erkannt zu haben scheinen und weitreichenden Verbesserung angekündigt oder sogar schon umgesetzt haben, fundamentale Veränderung wird es wohl kaum geben.  Zu schwer wiegt die Fragmentierung bei Mobiltelefonen und dem Geschäftsmodell mit Zwischenhändlern und jeweils verschiedenen Verantwortlichen in einzelnen Regionen, das dem Vertrieb von Applikationen über Netzwerkbetreiber zu Grunde liegt. Mit anderen Worten: Wir glauben nicht, dass die Netzwerkbetreiber einen weltweiten App Store à la Apple werden umsetzten können.

Bei den Geräte-Herstellern, oder besser Plattformbetreibern mit Microsoft und Google an Bord, liegt Apple ganz  klar vorn. Aber nicht für jeden ist das iPhone das beste Handy zum Spielen. Nokia verkauft immer noch zig Mal mehr Geräte und auch Sony Ericsson ist zusammen mit seiner Nähe zuSony und eventuell mit einer Allianz mit Microsoft durchaus in der Lage, sich ein großes Stück vom Mobile Games Business zu sichern. Alle Aufmerksamkeit geht nun in Richtung Mobile World Congress in Barcelona nächste Woche, wo es sicher wichtige Ankündigungen im Bereich Produktstrategie aber auch Mobile Services von den üblichen Verdächtigen geben wird.

Wir, in diesem Kontext einmal nicht die Spieler, haben uns mit Bier und Würstchen nach der zehrenden Hinrunde gestärkt und sind nun gespannt auf den weiteren Verlauf und natürlich den Ausgang der Partie.

Game on!

Hier gibt's alle Handygames von Fishlabs zum Download

Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Die besten Handygames lohnen sich nicht

05.01.2009 | 7 Kommentare | Handy Games News

Snowboard Hero mit zahlreichen Top-Auszeichnungen sicher eines der besten Handygames in 2008Was für ein Jahr für FISHLABS! Alle unsere Handygames wurden mit Auszeichnungen überhäuft. Deutsche und internationale Online-Magazine für Handygames haben gleich reihenweise Höchstnoten für Powerboat Challenge™, Rally Master Pro™, Gladiator – Das Handyspiel und Snowboard Hero™ vergeben. FISHLABS führt damit die internationalen Charts für die besten Handygames in 2008 an. Nicht schlecht für eine kleine Firma von gerade mal 30 Mitarbeitern. Über diese Anerkennungen haben wir uns natürlich riesig gefreut und sind auch mächtig stolz drauf.

Doch leider ist das alles keine Garantie, dass man mit hoher Qualität und Innovation die Kosten dieser aufwendigen Handygames-Produktionen im freien Markt für Handygames wieder reinverdienen kann, geschweige denn Gewinn erwirtschaftet – Sinn und Zweck jedes professionellen Unternehmens. Die Gründe dafür sind vielfältig:

  • Selbst hochwertige Handygames werden für einen relativ geringen Preis angeboten
  • Mobilfunkbetreiber behalten mindesten 50% der Einnahmen
  • Zwischenhändler genehmigen sich nochmal bis zu 25% vom Endkundenpreis für das mehr oder weniger simple
  • Weiterreichen der Handygames
  • Handygames werden vermarktet wie Klingeltöne – der Name eines Handygame ist das einzige Unterscheidungsmerkmal, Qualität und Innovation erfährt der Kunde erst nach dem Kauf
  • Es gibt keinen wirksamen Kopierschutz für  Handygames, sie werden massenhaft über das Internet illegal heruntergeladen – es gibt ca. zehn mal mehr illegale Downloads unserer Handygames als legale (und das sind nur die, von denen wir Kenntnis haben)

Das alles wäre weniger dramatisch, wenn diese Missstände nicht schon seit Jahren bekannt wären. Leider hat sich so gut wie nichts daran geändert und auch in Zukunft glauben wir nicht daran, dass es wesentliche Veränderungen im Markt für Handyspiele geben wird. Wohlgemerkt meinen wir damit nur den Markt für Handygames, die über Netzwerkbetreiber und Internet-Portale vertrieben werden.

Neue Absatzwege für Handygames

In 2009 wird FISHLABS daher konsequent andere Wege gehen. Zu aller erst werden wir bis auf Weiteres keine neuen Java-Handygames mehr für den Vertrieb über Netzwerkbetreiber und Internet-Portale entwickeln.

Galaxy on Fire 2 Handygame als kostenloser Download, Screenshot mit Terraner SchlachtschiffMit  der lang ersehnten Fortsetzung unseres wohl bekanntesten Handygame, dem Space Shooter mit Handelssimulation Galaxy on Fire™, werden wir  ganz auf das neue Vertriebskonzept setzen, das wir schon bei Rally Master Pro™ erfolgreich eingeführt hatten: Galaxy on Fire™ 2 wird direkt über unsere Website und einige ausgewählte Partner kostenlos zum Download zur Verfügung gestellt. Wer will, kann sich das Handygame auch erst auf seinen PC downloaden, um die Übertragungskosten per Mobilfunk zu sparen. In jedem Fall ist das Spielen von Galaxy on Fire™ 2 für einige Stunden (!) sogar völlig kostenlos. Erst im späteren Verlauf muss das Spiel für 100.000 myFISHLABS Credits freigeschaltet werden. In westlichen Ländern reicht dazu der Kauf eines myFISHLABS Credits Gold Package für 5,97 Euro. Wir haben zudem sorgfältig darauf geachtet, dass entsprechend der unterschiedlichen Kaufkraft myFISHLABS Credits in den aufstrebenden Ländern niedriger bepreist sind und je nach Land die wichtigsten Bezahlsysteme zur Verfügung stehen.

Kopierschutz für Handygames mit Extra-Nutzen

Damit Galaxy on Fire™ 2 angemessen gegen Raubkopien geschützt ist, prüft das Handygame nach der kostenlosen Spielphase mittels einer Online-Verbindung zu unserem OCEAN™ Server, ob der jeweilige Spieler berechtigt ist, den kostenpflichtigen Premium-Bereich von Galaxy on Fire™ 2 zu nutzen. Diese Überprüfung findet nur einmal je Spielsitzung statt und der Datentransfer mit einmalig 10 KB ist minimal, um die Kosten für den Spieler möglichst gering zu halten. Die sicherheitsrelevanten Spieldaten werden solange im Arbeitsspeicher gehalten, bis das Spiel beendet wird. Galaxy on Fire™ 2 funktioniert also auch in der U-Bahn, wenn man sich vor dem Einsteigen einmal kurz mit dem OCEAN™ Server verbunden hat.

Natürlich empfinden ehrliche Nutzer einen Kopierschutz grundsätzlich als Zumutung. Warum soll der redliche Käufer Unannehmlichkeiten oder sogar Mehrkosten in Kauf nehmen, wenn er für das Produkt voll bezahlt hat? Die Antwort ist simpel: Weil es dieses Produkt und zukünftige nicht geben wird, wenn es zu einfach ist, eine Version kostenlos (illegal) zu erwerben und der Hersteller daher keinen Gewinn mit seinen Produkten erzielt.

Aber unser Kopierschutz hat auch seine gute Seiten: Zu aller erst entfallen bei uns jegliche Download-Gebühren. Je nach Handy-Vertrag können das bei einem großen Handygame wie Galaxy on Fire™ 2 bis zu 15 Euro sein. Darüberhinaus bieten wir bis zu zwei Wechsel des Handy-Modells an. Der Spieler kann also Galaxy on Fire™ 2 auf einem Handy anfangen zu spielen und selbst beim zweiten Wechsel zu einem anderen Modell eines anderen Herstellers (!) das Spiel weiterspielen. Die jeweiligen Spielstände werden bei jeder Autorisierung auf dem OCEAN™ Server gespeichert und bei Bedarf geladen. Auch ohne Handy-Wechsel eine nützliche Funktion, wenn das eigene Handy z.B. ein Firmware Update bekommt. Ganz nebenbei sind damit alle Premium-Spieler auch in der weltweiten Highscore-Tabelle vertreten.

Wir sind sehr gespannt, wie Galaxy on Fire™ 2 und das neue Vertriebskonzept im Markt ankommt. Auch wenn sich Daten-Flatrates noch nicht auf breiter Masse durchgesetzt haben und wir sicher einige Nutzer kurzfristig verlieren werden, Online Connectivity in Handygames ist die Zukunft und FISHLABS ist immer ganz vorn dabei!

In dem Sinne:  Game on und ein erfolgreiches 2009!

Hier gibt's alle Handygames von Fishlabs zum Download

Tags: , , , , , , , , , , , , ,

FISHLABS Handygames ganz groß auf der Games Convention

11.08.2008 | 2 Kommentare | Handy Games News

Die Games Convention steht vor der Tür und bei uns laufen die Vorbereitungen auf vollen Touren. Diesmal werden wir gleich mit drei Ständen vertreten sein: Gleich nach dem Eingang in der großen Glashalle trefft ihr auf unseren Promotion-Van, wo ihr direkt am Fahrzeug unsere Handygames kostenlos per Bluetooth auf Euer Handy laden könnt. Unsere Promotion Girls weisen Euch dann den Weg zu unserem Hauptstand G20 in Halle 5.

Sony Ericsson W760i Walkman-Handy Gewinnspiel

Das perfekte Handy für Gamer: Sony Ericsson Walkman Handy W760i - täglich mehrfach zu gewinnen bei FISHLABS am Stand G20 in Halle 5 auf der Games ConventionAuf unserem großzügigen Stand in Halle 5 könnt ihr Euch nicht nur von unseren kommenden Handygames einen persönlichen Eindruck verschaffen, sondern sogar alle 2 Stunden ein super cooles Sony Ericsson W760i Walkman-Handy gewinnen. Zusätzlich verlosen wir FISHLABS Games Pack mit jeweils 5 Vollversionen. Damit könnt ihr sofort gratis loszocken. Am besten ihr setzt Euch entspannt auf einen der vielen Sitzwürfel an unserem Stand, denn unsere Games werden Euch sicher nicht so schnell wieder loslassen.

Erstes FISHLABS Handygame auf Symbian mit OpenGL ES

Powerboat Challenge läuft jetzt auch auf der Symbian Plattform von Nokia und Sony Ericssson!Für unsere Geschäftspartner sind wir wie immer am Stand F11 der GameCity Hamburg im Business Center in Halle 2 erreichbar. Hier zeigen wir eine weitere „Weltpremiere“: Powerboat Challenge™ auf der Symbian Plattform mit vollem OpenGL ES Hardware Rendering. Selbst mit vier Booten gleichzeitig und mit aufgebohrter Grafik, sämtlichen Licht-, Reflektions- und Wassereffekten eingeschaltet läuft das native Game bei maximaler Sichtweite mit satten 30 Bildern pro Sekunde in voller Auflösung und im Querformat. Das ist Mobile Console Gaming at its best!

Galaxy on Fire™ 2 Gameplay Video am Start

Neben unseren aktuellen Handygames Powerboat Challenge™ und Rally Master Pro™ zeigen wir natürlich auch den Release Candidate von Gladiator und die erste spielbare Version von dem von Euch schon heiß ersehnten Galaxy on Fire™ 2. Für diejenigen von Euch, die es vielleicht nicht schaffen werden, zur GC zu fahren, haben wir von Galaxy on Fire™ 2 ein erstes Gameplay Video zusammengestellt.

Natürlich stellt dieses Video nicht den finalen Zustand des Spiels dar. Vor allem das Head-up Display haben wir noch nicht vollständig implementiert und daher hier erst mal weggelassen. Aber ihr könnt schon mal sehen, in welche Richtung wir mit dem Gameplay gehen werden: So seid ihr z.B. nicht mehr nur an eine Station gebunden, sondern könnt nahgelegene Planeten und die dortigen Stationen direkt anfliegen und euch mittels Jump Gates frei zwischen den Sternensystemen bewegen.Ebenso könnt ihr euch in diesem Video von den neuen grafischen Qualitäten der Fortsetzung überzeugen – auch wenn es sich noch nicht ganz um die finale Grafik handelt! Es erwartet euch also nicht nur ein spielerisches, sondern auch ein optisches Highlight, das im Bereich der Handyspiele einzigartig sein dürfte!

Wer genau hinschaut, wird sogar noch mehr Gameplay-Features entdecken: Beispielsweise die Möglichkeit, selbst die Kontrolle des Geschützturms zu übernehmen. Sehr nützlich, wenn ihr von hinten angegriffen werdet oder beim Vorbeiflug an größeren Schlachtschiffen, wenn man gezielt deren Geschütze ausschalten will. Oder die neuen Spezialwaffen wie z.B. EMP-Schläge, welche eure Gegner für einen kurzen Moment kampfunfähig machen, so dass ihr ihnen den Rest geben könnt. Nicht zu verachten auch die Nukes – die haben richtig Wumms! Falls mal ein echtes Dickschiff zerstört werden muss oder es zu viele Gegner gleichzeitig auf einen abgesehen haben.

FISHLABS auf GCDC Mobile Games Panels

FISHLABS ist aber nicht nur im Ausstellungsbereich der Games Convention vertreten, sondern auch schon am Montag während der GCDC auf insgesamt drei Mobile Games Panels:

The State of the European Mobile Games Industry

Abstract: The European mobile games industry has developed its own quality and style that is unique in the world. Europe is also the home of Nokia, Gameloft and high profile international developers such as Ideaworks3D, Fishlabs and Digital Legends. Many European studios (Elkware, Iomo, Haiku, Sumea, etc.) have been bought by Japanese and American studios in the recent past and this is a trend that is likely to continue in the coming years.

Enough reasons to ask ourselves: can we grow the mobile entertainment business ourselves? Can we do our own research and development? How about Financing? Can we improve the European market commercially? Any best practices in the games or media industry?

On or Off Deck: Is there a future for mobile games distribution without the operators?

Abstract: 2008 started with the launch of NGage, the announcement of the Iphone SDK and Google’s Android program. Big companies seem to discover the potential of mobile game distribution, a potential that was already discovered by Jamba, Zed, Buongiorno and Sony Ericsson with Fun and Download. C4M sees a future in the Japanese distribution model based on free games, others are experimenting with distribution via e-mail, virtual item buying and in-game advertising.

This panel of experts will give you an insight in the present and the future of off deck distribution strategies.

Multi Platform Publishing Strategies

Abstract: To be announced.

Hier gibt's alle Handygames von Fishlabs zum Download

Tags: , , , , , , , , , , , , , , , ,

myFISHLABS – Community für Handyspieler

04.07.2008 | 1 Kommentar | Handy Games News

Es hat etwas länger gedauert als erwartet, aber in diesem Moment legen wir den Schalter um: Nicht nur Rally Master Pro™ kommt endlich raus, sondern wir gehen auch mit myFISHLABS, unserer neuen Community für Handyspieler, an den Start. Und diese Community wird es in sich haben. Natürlich ist sie vollkommen kostenlos. Ihr meldet Euch einfach auf unserer Website an und könnt in eurem Profil verschiedene Angaben über euch selbst machen. Neben Handymodell, Hobbys usw. könnt ihr z.B. auch angeben, welches eure Lieblingsgames von FISHLABS sind und findet so ganz einfach neue Freunde, die auf die selben Games stehen. Ihr könnt euch auch untereinander Nachrichten und sogar kostenlos SMS schicken (das Feature werden wir Ende August zur Games Convention launchen). Oder ihr wechselt direkt ins Forum, um mit anderen Gamern über unsere Java Handygames zu diskutieren. Dazu braucht ihr euch nicht einmal neu anzumelden, denn der myFISHLABS-Account gilt natürlich auch für unser Forum.

Startseite myFISHLABS - die Handyspieler-Community

Credits-Konto für einfaches Bezahlen und fetten Rabatt auf alle Handyspiele

Außerdem erhalten alle Mitglieder von myFISHLABS ein Credits-Konto, über das ihr einfach und bequem unsere Java Handyspiele bezahlen könnt. Das macht das Bezahlen nicht nur viel einfacher, sondern ihr bekommt  außerdem einen Rabatt von mindestens 20% auf alle unsere Java Handyspiele und je mehr Credits ihr kauft, desto höher wird der Rabatt – bis zu 50%! Aber es kommt noch besser. Für die Registrierung schenken wir jedem neuen Mitglied 20.000 Credits. Damit bekommt Ihr einige unserer Handyspiele sogar gratis! Hier müsst ihr euch jedoch noch ein paar Wochen gedulden, da wir auch dieses Feature erst zur Games Convetion launchen werden.

Mit den Credit Packages in myFISHLABS bis zu 50% Ersparnis auf alle Handyspiele von FISHLABS

Java Handyspiele mit Online Highscores

Mit myFISHLABS wollen wir euch auch eine Plattform bieten, wo ihr euch mit Gleichgesinnten messen könnt. Dazu werden künftig alle unsere Java Handyspiele eine Online-Anbindung an unseren FISHLABS-Server (Codename OCEAN™) haben. Darüber könnt ihr dann den jeweiligen Spielstatus, wie z.B. Highscores, hochladen. Rally Master Pro™ ist das erste Java Handyspiel, bei dem wir diese neue Funktion anbieten und es geht natürlich um die Bestzeiten auf den einzelnen Strecken. In anderen Handygames, wie im angekündigten Galaxy on Fire 2, werdet ihr natürlich nicht nur euren aktuellen Punktestand, sogar den gesamten Spielstand mit allen erdenklichen Informationen hochladen können – aber dazu später mehr.

Endlich: Upgrades auch für Handyspiele

Aber OCEAN™ kann noch viel mehr.  Zum ersten Mal können wir jetzt unsere Java Handyspiele updaten und zusätzliche Inhalte bereitstellen. Das war uns schon immer ein großes Anliegen und bei Rally Master Pro™ werden wir das Nachladen von Strecken ebenfalls ganz neu einführen. Selbstverständlich haben wir dabei darauf geachtet, dass die zu übertragenden Datenmengen möglichst gering ausfallen, um die Verbindungsgebühren niedrig zu halten. So sind z.B. sämtliche Grafiken für die Strecken bereits im Java Handyspiel enthalten. Lediglich die Streckenführung selbst wird nachträglich heruntergeladen und die ist nur wenige Kilobyte groß.

Kopierschutz und Try & Buy für Java Handyspiele inklusive

Das Ganze hat noch andere angenehme Nebeneffekte: Diese Version von Rally Master Pro™ ist optimal gegen Raubkopien geschützt. Daher können wir euch das Java Handyspiel kostenlos zum Download anbieten. Die ersten beiden Strecken sind dabei gratis und die nächsten sieben Strecken zum Abschluss der ersten Rally könnt ihr mit den geschenkten Credits aus der Registrierung bei myFISHLABS bezahlen.

Wer nicht registriert ist und sich eine Raubkopie aus dem Internet besorgt hat, kann nur die ersten beiden Strecken von Rally Master Pro™ spielen. Aber wir sind uns sicher, anschließend wird jeder das ganze Spiel spielen wollen und sich bei myFISHLABS anmelden!

Allerdings befinden sich einige Funktionen noch in der Testphase und wir werden myFISHLABS im vollen Funktionsumfang erst gegen Ende August zur Games Convetion 2008 aktivieren. Aber wir wollten Euch nicht länger warten lassen und haben die wichtigsten Features bereits umgesetzt, damit ihr Rally Master Pro™ schon jetzt downloaden und spielen könnt.

Also dann, nix wie auf zu myFISHLABS zum Registrieren und anschließend steht euch unser brandneues Java Handspiel Rally Master Pro™ kostenlos zum Download bereit!

Hier gibt's alle Handyspiele von Fishlabs zum Download

Tags: , , , , , , , , , , , ,

FISHLABS Handyspiele per Knopfdruck an Netzwerkbetreiber weltweit

26.05.2008 | 0 Kommentare | Handy Games News

Handygames an Netzwerkbetreiber und Online-Portale auszuliefern, ist echt ne knifflige Sache. Zig verschiedene Versionen unserer Games für die unterschiedlichen Endgeräte, hunderte von Screenshots in allen erdenklichen Formaten und Auflösungen sowie Marketingtexte in unterschiedlicher Länge auf Deutsch, Englisch,  Französisch, Italienisch und Spanisch müssen wir für jeden einzelnen Vertriebskanal zusammenstellen. Die vollständige Lieferung eines einzigen Handygame von uns beinhaltet gut 500 Dateien und ist selbst komprimiert ca. 300 MB groß. Sämtliche Dateien für jeden Netzwerkbetreiber, für alle unterstützten Handys in allen Sprachen richtig zu benennen und zusammentragen, dauert nicht nur extrem lange, sondern ist auch eine monotone und damit fehleranfällige Arbeit, wenn sie von Hand erledigt werden muss.

Fehlerfreie Auslieferung von Handygames mit Metaflow

Seit Kurzem setzen wir dafür nun das Mobile Content Management System von Metaflow ein. Diese Softwarelösung ist mit den Datenbanken der wichtigsten Netzwerkbetreiber und Online-Portale verbunden und wir pflegen auf der anderen Seite alle unsere Handygames, sämtliche Screenshots, Videos und Marketingtexte in das System ein. Jetzt brauchen wir nur noch auf den sprichwörtlichen Knopf zu drücken und wir haben jederzeit garantiert eine vollständige und korrekte Auslieferung für jeden beliebigen Vertriebskanal am Start.

Handygames für neue Handymodelle mit Metaflow schneller verfügbar

Doch Metaflow kann noch mehr: Monatlich erscheinen neue Handymodelle bei den Netzwerkbetreibern und anfangs gibt es kaum Handyspiele dafür. Das liegt daran, dass wir als Entwickler diese Information recht spät erhalten. Zudem sind beim nachträglichen Auffüllen von neuen Versionen unserer Handyspiele, dem sogenannten Backfill, mehrere Firmen involviert. Entsprechend langwierig und fehleranfällig ist auch dieser Prozess.

Da Metaflow die Information über neue Handys direkt vom Netzwerkbetreiber erhält, wissen wir jetzt täglich, ob und welches Handymodell bei einem bestimmten Netzwerkbetreiber verfügbar ist. Wir brauchen dann nur noch die zuvor getestet Version in Metaflow einpflegen (wir bekommen Testgeräte von den Herstellern vorab, um unsere Games frühzeitig anpassen zu können). Dann drücken wir auf den Knopf und das Handygame steht zum Verkauf bereit. Davon haben alle was: Ihr als Gamer, weil Ihr schneller an unsere Handyspiele kommt und auf der anderen Seite die Netzwerkbetreiber und alle anderen Firmen, die ebenfalls nötig sind, dass ein Handygame überhaupt „live geschaltet“ wird. Zu guter letzt freuen wir uns dann, wenn für ein brandneues Handy unsere Games frühzeitig verfügbar sind und wir dann entsprechend mehr Geld verdienen, um das nächste Spiel entwickeln zu können.

Hier gibt's alle Handyspiele von Fishlabs zum Download

Tags: , , , , , , ,

Kann man mit Mobile Games überhaupt Geld verdienen?

13.05.2008 | 5 Kommentare | Handy Games News

Das war die Frage und damit auch das zentrale Thema des Roundtable am Donnerstag vergangener Woche auf der Entwicklerkonferenz Quo Vadis in Berlin, bei dem wir neben Vertretern von arvato mobile, Jamba, Exit Games, Chromatix, Cipsoft und Exozet und teilgenommen haben.

Wachstumsbremsen: Download-Gebühren und mangelndes Marketing für Handygames

Natürlich kamen sofort die bekannten Kritikpunkte wie mangelnde Präsentation von Handygames an sich und die versteckte Download-Gebühren auf den Tisch. Stefan Blanck, Chef von Chromatix, der den Roundtable auch moderierte, führte an, dass das eigentlich immer noch die selben Probleme wie vor drei Jahren seien und dass ein deutliches Umdenken der Netzwerkbetreiber nicht in Sicht sei. Einige Teilnehmer relativierten, dass es mittlerweile zwar Daten-Flatrates bei fast jedem Netzwerkbetreiber gebe, doch die meisten Nutzer wüssten das noch gar nicht. Ebenso wissen immer noch erstaunlich viele Besitzer eines Mobiltelefons gar nicht, dass sie ihrem Handy eben nicht nur telefonieren, SMS schicken und Fotos schießen können, sondern auch für das Zocken von Games gut sind.

Hier konnten wir selbst konkrete Beispiele anführen, dass wir schon häufiger auf Handynutzer getroffen sind, die gar nicht wussten, wie man Handyspiele aufs Handy bekommt und dass auf ihren Geräten einige Games sogar schon vorinstalliert sind. Kein Wunder, in vielen Fällen sind die Handyspiele tief im Menu versteckt. Wer weiß schon als Endnutzer, dass sich z.B. unter „Java-World“ Handygames befinden? Mund-zu-Mund Propaganda könnte hier Abhilfe schaffen, doch welche Handygames sind es wirklich wert, sie einem Freund zu empfehlen und wie kommt man dann unkompliziert und schnell an das entsprechende Game?

Innovation und Qualität in Handygames wird nicht belohnt

Gerade hier sehen wir ein weiteres Problem der Mobile Games Industrie: Jede Woche kommt eine Vielzahl an Handygames auf den Markt, sodass nur wenig Aufmerksamkeit für jedes einzelne Spiel entstehen kann. Daher werden bevorzugt bekannte Markennamen für relativ viel Geld eingekauft und für die Entwicklung der eigentlichen Games bleibt dann nur noch ein kleines Budget. Christian Twellmann, Head of Mobile Games bei arvato mobile, die u.a. das Games-Portal von O2 in Deutschland und Vodafone in Irland betreiben, erklärt dazu: „Eigentlich werden Handyspiele nur in drei Kategorien erfolgreich verkauft: Neuheiten, Top 10 und Empfehlungen. Bei der Flut an Titeln, die wir wöchentlich bekommen, sind die meisten Games jedoch nach spätestens vier Wochen aus diesen Kategorien verschwunden und generieren kaum mehr Downloads. Welche Qualität die Spiele dabei haben, spielt fast keine Rolle. Innovation und Qualität kann sich somit auf diesem Weg kaum durchsetzen.“

Gelegenheitsspieler oder Core Gamer, welche Zielgruppe sorgt für Wachstum bei Handygames?

Bei dieser Frage gingen die Meinungen in der Runde etwas auseinander. Thomas Richter, Head of Games bei Jamba,  setzt eher auf die Strategie, mit ganz einfachen Games oder Applikationen neuen User an das Thema heranzuführen: „Gerade mit Social Applications wie Partner Tracker wollen wir ganz neue User an das Thema mobile Applikationen heranführen, um ihnen danach dann vielleicht erst einmal ein ganz simples Spiel zu verkaufen, bevor wir ihnen komplexere Sachen zumuten.“ Matthias Hellmund, Head of mobile development von Exozet aus Berlin, warf an dieser Stelle ein: „Dazu müsste jedoch erst einmal die Angst vor den teuren Abos aus den Köpfen der potentiellen User. Gerade in Deutschland ist das nach wie vor ein Grund, warum viele von Handygames die Finger lassen.“

Wir von Fishlabs sind dagegen überzeugt, dass besonders die Core Gamer die richtige Zielgruppe sind, um den Markt zu entwickeln. Wie in vielen Bereichen sind es die sogenannten Early Adopters, die gern Neues ausprobieren und auch bereit sind, dafür zu zahlen und auch technische Hürden zu überwinden. Doch das Gros der Handygames wendet sich nach wie vor eher an Gelegenheitsspieler. Besonders für die Adaption von Konsolentiteln, mit einfachem Spielprinzip, vergleichsweise simpler Grafik und kurzer Spieldauer, haben Core Gamer nur ein müdes Lächeln übrig. Wir sind jedoch überzeugt, dass gerade diese Zielgruppe bereit wäre, für besser Qualität und mehr Spieltiefe auch entsprechend mehr zu bezahlen, während Gelegenheitsspieler eher preissensibel sind.

Voraussetzung dafür ist jedoch, dass es endlich Möglichkeiten geben muss, Handysgames für mehr als nur 5 Euro verkaufen zu können und dass auch der Anteil am Erlös für die Entwickler deutlich steigt. Stattdessen werden Handygames weiterhin wie Klingeltöne vermarktet, was im krassen Widerspruch zum Entwicklungsaufwand für Handyspiele steht. Dazu bedarf eines entsprechenden High-end Segmentes für Handygames und dem entsprechenden Marketing seitens der Netzwerkbetreiber. Insbesondere mit der Möglichkeit für Publisher bzw. Entwickler, weitere eigene Spiele oder Upgrades an den Endkunden verkaufen zu können.

Innovative und hochwertige Handygames von Drittanbieter übers Internet 

Die Runde war sich jedoch einig, dass die Industrie davon weit entfernt sei. Eher sei damit zu rechnen, dass Drittanbieter wie Jamba oder auch neue Player wie Amazon diesen Job besser erledigen als die Netzwerkbetreiber. Thomas Richter ergänzte dazu: „Natürlich haben wir auch diese Zielgruppe im Auge und bieten schon jetzt hochwertige Symbian-Handyspiele an, wenn diese für ein bestimmtes Geräte verfügbar sind. Jedoch bewerben wir das Spiel nicht entsprechend, weil der Endkunden im Allgemeinen gar nicht weiß, was „Symbian“ ist“.

Auch wir sind überzeugt, dass innovative und hochwertige Handygames eher über das Internet zu vermarkten sind. Hier kann sich der Nutzer detailliert informieren und auch kostenlos Demos auf sein Handy laden. Der Erfolg der kostenlosen Browser Games, bei denen über den Verkauf von In-Game-Artikeln Geld verdient wird, gibt dabei den Weg vor. Der Zugang zum Spiel ist denkbar einfach und wenn das Spiel gefällt, wird über die Langzeitmotivation Geld verdient. Hier ist Qualität der entscheidende Erfolgsfaktor.

Unser Fazit der Veranstaltung lautet: Der Markt für Handygames hat sich, trotz immer besserer Handys, kaum weiterentwickelt, da die Netzwerkbetreiber zu unflexibel sind, neue Vermarktungswege zu gehen. Eher im Gegenteil, ohne bekannte Markennamen lassen sich Handygames nur schwer vermarkten und der Druck, alte Spiele einfach nur umzubauen, anstatt neue und bessere Spielerlebnisse zu kreieren, nimmt immer mehr zu. Die Konsequenz ist, dass sich neue Kanäle im Internet etablieren werden. Hochwertigere Handygames mit mehr Inhalten und der Möglichkeit, zusätzliche In-Game-Inhalte oder Dienste über alle gängigen Bezahlsystem zu erwerben, scheinen dafür ein vielversprechender Ansatz zu sein.

Hier gibt's alle Handyspiele von Fishlabs zum Download

Tags: , , , , , , , ,

3D-Handyspiel Powerboat Challenge mit 94% bei Mobile Game FAQs getestet

12.04.2008 | 2 Kommentare | Preise und Awards

Nachdem Powerboat Challenge schon bei Airgamer mit 93% ordentlich punkten konnte, waren offensichtlich auch die Tester von Mobile Game FAQs begeistert: 94% erhielt dort das aktuellste unserer Handyspiele in der Gesamtwertung und schnitt mit 95% in Sachen Grafik besonders gut ab. Handyspiele-Tester Anannya Sens Testurteil lautet entsprechend:

“Das erste, was beim Start von Powerboat Challenge auffällt, ist die beeindruckende Grafik. Ich weiß nicht, wie Fishlabs das hinbekommt, aber sie reizen die Möglichkeiten auf dem Handy bis ans Maximum aus. Auf meinem K800i zeigen sich beeindruckende in 3D gerenderte Speedboote, Uferszenen und Seenlandschaften. Die Wassereffekte wie auch die Lichteffekte sind einfach wunderschön anzuschauen, dazu gehören auch Reflektionen und sogar Lensflares. Ab und zu muss ich mich selbst daran erinnern, dass es sich hier um ein Handygame handelt.”

Aber auch das Gameplay konnte anscheinend voll überzeugen und bietet echtes Suchtpotential, so Anannyas Kommentar weiter:

“Zusammenfassend kann ich nur sagen, dass ich von dem Spiel einfach nicht die Finger lassen konnte. Egal ob tags oder nachts, immer wieder musste ich eine kurze Runde spielen, entweder um endlich dort eine Goldmedaille einzuheimsen, wo ich vorher nur eine Silbermedaille errungen hatte, oder um meine Stylepunkte zu verbessern, die ich zuvor in einem Rennen erreicht hatte. Es macht einfach unglaublich viel Spaß zu spielen und nachdem man es mit einem Charakter durchgespielt hat, kann man das ganze Spiel mit einem der anderen wiederholen. Bei den meisten Handygames macht genau dies nicht all zu viel Spaß, da man bereits alles vom Spiel gesehen hat, aber mit dem Style und Suchtfaktor dieses Handygames, werde ich wohl mit allen Charakteren sämtliche Rennen fahren.”

In der Einzelwertung punktete Powerboat Challenge wie folgt:

  • Grafik: 95
  • Sound: 91
  • Steuerung: 93
  • Spielbarkeit: 97
  • Langzeit-Spaß: 95
  • Pro:

  • Beeindruckende Grafik und Sound
  • Vom Umfang her riesiges Handyspiel
  • Sobald man sein Boot mit entsprechenden Upgrades versehen hat, gleitet es ein Messer durch Butter
  • Contra:

  • Es fällt ein wenig schwer, sein Boot ohne jegliche Upgrades durch die engen Kurven zu steuern
  • Den Game-Download gibt es natürlich wieder direkt bei uns (bei Fishlabs ohne extra Download-Gebühren!):

    http://www.fishlabs.net/de/games/racing/powerboat_challenge_3d.php 

    oder wer doch erst den gesamten ausführlichen Powerboat Challenge Review lesen möchte, kann dies bei Mobile Game FAQs unter dem nachfolgenden Link tun:

    http://www.mobilegamefaqs.com/reviewfull.php?orig=rev&id=928

    Hier gibts alle Handyspiele von Fishlabs zum Download

    Tags: , , , , , , ,