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GDC Mobile: Handy Games nicht mehr vom Netzwerkbetreiber?

Donnerstag, den 21. Februar 2008

Es scheint sich etwas Grundlegendes zu verändern, wo und wie in Zukunft Handspiele und auch andere mobile Inhalte vertrieben werden. Egal wer auf dem Podium während der GDC Mobile stand, ob Michel Guillemot, der CEO von Gameloft, Anssi Vanjoki, Chef von Nokias Multimedia-Sparte, Kristian Segerstrale, ehemals Europachef von Glu, Thomas Richter,  Chef für Lizensierung von Handygames und anderen mobilen Inhalten bei Jamba oder Robert Tercek, Mobile Games Veteran und Mitgründer der GDC Mobile, sie alle sagen eins voraus: Handyspiele werden künftig nicht, bzw. nur noch zum geringen Teil, über Mobilfunkbetreiber vertrieben werden. Sie scheinen Recht zu haben. Nur ein einziger Vertreter von den Mobilfunkbetreibern war z.B. während einer gut besuchten Veranstaltung anwesend. Anscheinend interessiert sich wirklich keiner der Netzwerkbetreiber, was es mit Ovi, dem neuen Portal von Nokia für Handyspiele und andere mobile Inhalte oder neuen Plattformen für Handygames wie Android von Google oder dem iPhone von Apple, auf sich hat.

Dabei verpassen die Mobilfunkbetreiber eine riesen Chance, wenn nicht sogar das wichtigste Geschäftsmodell für die Zukunft überhaupt. Seit längerem schon sind die Einnahmen mit Gesprächsgebühren rückläufig und die Zukunft liegt ganz klar in mobilen Datendiensten. Darin sind sich alle Analysten einig. Das ist vor allem äußerst bemerkenswert, haben sich die Netzwerkbetreiber doch immer dagegen gewehrt, nicht nur eine „Pipeline“ für mobile Inhalte zu sein, sondern dieses Geschäft maßgeblich voran treiben zu wollen.

Wer verdient mit Handygames künftig Geld?

Doch gerade hier haben die Mobilfunkbetreiber, durch ihre hohen Übertragungsgebühren und geringen Margen für Anbieter von Inhalten und nicht zuletzt ihre restriktive Art, welche Handyspiele überhaupt gelistet werden und welche Endgeräte alle unterstützt werden müssen, eine ganze Industrie in die Enge getrieben. Besonders die stark schwankende Qualität der angebotenen Handygames (also die, die der Netzwerbetreiber auswählt und zum Kauf anbietet) und die versteckten Übertragungskosten haben viele Konsumenten abgeschreckt und weiteres Wachstum des Marktes für Handygames verhindert. Auch ist kaum zu erklären, warum der Klingelton eines Musikstückes um ein Vielfaches teurer ist als das Original im MP3-Format.

Kein Wunder also, dass Handygames Publisher und Musikverlage aber auch Technologieunternehmen wie Nokia, mit N-Gage und Ovi, Apple mit dem iPhone oder Google mit Android andere Wege suchen, um sich für die Zukunft strategisch richtig zu positionieren und vom großen mobilen Kuchen ein ordentliches Stück abzuschneiden. Am Ende stellt sich die Frage: wer hat die größere Macht? Die Netzwerkbetreiber, mit ihrer direkten Kundenbeziehung durch die Kontrolle des mobilen Netzwerkers und der Möglichkeit der einfachen Bezahlung über die Mobilfunkrechnung. Oder sind es die Hersteller der Endgeräte, auf denen Handyspiele, Klingeltöne und Musikstücke mit dem Erfolg des mobilen Internets am Mobilfunkportal vorbei oder sogar völlig unabhängig vom Netzwerkbetreiber über das normale Internet gefunden, gekauft, heruntergeladen und per Sideload auf dem Handy genutzt werden können.

Jedoch bleibt abzuwarten, ob für Publisher der Verkauf von Handygames über iTunes wirklich attraktiver und nicht ähnlich restriktiv wie über die Netzwerkbetreiber wird. Zudenken gibt jedenfalls, dass auch Apple oder Google auf der GDC Mobile nicht präsent waren, um Entwickler für Ihre neuen Plattformen zu begeistern. Also doch nur alles mobile Luftschlösser? Wir von FISHLABS werden uns auf jeden Fall die neuen Technologien genau anschauen und sowie sich eine Chance bietet, auch unsere Handyspiele über die neuen Kanäle vertreiben.

Es bleibt spannend. Game on!

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Handygames next Level auf der Games Developer Conference

Sonntag, den 17. Februar 2008

Die Koffer sind gepackt und heute geht’s ab nach San Francisco zur Games Developer Conference, dem Mekka für Computer-, Video- und Handyspiele. Die GDC ist weltweit die wichtigste Veranstaltung für Games Developer, Publisher und die, die es vielleicht erst noch werden wollen. Fünf Tage lang dreht sich alles ums Games für den PC, die Konsolen oder das Handy. Da sind wir natürlich auch wieder dabei, um die neuesten Trends im Bereich der Handygames aufzuspüren und auch selbst den einen oder anderen zu setzen.

FISHLABS referiert zum Thema das Handy als Spiele-Konsole

Diesmal tragen wir sogar selbst etwas über Handygames vor. Das Thema: „Console Game Experience on Mobile Phones with Immersive Games and Innovative Gadgets“ was zu deutsch ungefähr so viel heißt wie „Konsolen-Feeling auf dem Handy mit high-end Games und neuem innovativen Zubehör“. Zugegeben, etwas holprig die Übersetzung. Also worum geht’s? Ganz einfach: Bisher sind die meisten Handyspiele eher simpel vom Aufbau und nach wenigen Minuten ist der Spaß vorbei oder wiederholt sich mit geringen Variationen endlos.

Spiele der einfachen Machart müssen natürlich nicht unbedingt schlecht sein. Wenn das Gameplay so gut ist, dass auch der 99. Level noch motiviert und herausfordert, sind auch mehrere Stunden Spielspaß drin. In der Tat sind solche Handyspiele sogar bei einer sehr großen Zielgruppe äußerst beliebt. Den echten Gamer können sie jedoch nur selten begeistern, ist er doch auf dem PC oder der Konsole ganz andere Kost gewohnt, was Grafik, Spieltiefe und Interaktion betrifft.

Handyspiele müssen mit begrenzter Technik auskommen

Handyspiele hatten bisher das Nachsehen, weil Mobiltelefone einfach nicht ausreichend Prozessorgeschwindigkeit boten, über wenig Speicher verfügten und die Displays zu klein waren. Zudem war der Download von Handygames über die Netzwerkbetreiber begrenzt, sodass das Potential von high-end Handys gar nicht genutzt werden konnte. Kein Wunder also, dass die meisten Umsetzungen von PC- oder Konsolenspielen auf dem Handy enttäuschen. Das Gameplay und der Spielumfang ist ja für solche Endgeräte ursprünglich gar nicht konzipiert worden und leidet entsprechend unter den technischen Begrenzungen. Für Classic Games wie Pac Man, Tetris & Co. reicht das, was Handys seit Anfang des neuen Jahrtaunsends bieten, natürlich locker aus. Ein weiterer Grund, warum gerade dieses Spiele-Genre auf dem Handy so erfolgreich ist.

Immense Grafik- und Rechenpower in der Hosentasche

Natürlich werden Handys immer leistungsfähiger und insbesondere Geräte von Sony Ericsson sind spätestens seit dem K800 schon auf Augenhöhe mit der ersten Playstation. Einige Handyspiele, die extra für Symbian-Geräte von Nokia und Sony Ericsson mit 3D-Grafik-Chip entwickelt wurden, brauchen nicht einmal den Vergleich mit Games für die PSP nicht zu scheuen. Kommende Handys werden es sogar mit den Konsolen der neuesten Generation aufnehmen können und die meisten Netzwerkbetreiber haben die Größenbegrenzung für den Download von Games aufgehoben. Nur an einem hapert es nach wie vor: der Bedienung oder auch Steuerung von Handygames. Die Tasten auf dem Handy sind nun mal nicht dafür erfunden worden, Handyspiele zu steuern. Besonders für 3D-Handyspiele muss daher bei der Entwicklung des Gameplay besonders darauf geachtet werden, dass das Zocken auf dem Handy aufgrund der Steuerung nicht zum Frusterlebnis wird.

Das Handy wird zur echten Spielekonsole mit extra Game Controller

Die FISHLABS-Handyspiele haben zwar alle eine Steuerung, die eine analoge Kontrolle, wie bei einem Game Controller, im Spiel simuliert. In anbetracht der begrenzten Möglichkeiten der Handy-Tastatur gehört sie sicher zu den besten im Markt. Dennoch, an das Feeling eines echten Game Controller, das z.B. feinfühliges Zielen bei einem Ego-Shooter ermöglicht, kommt sie nicht ran. Das haben sich wohl auch einige pfiffige Jungs und vor allem ein Mädchen (!) aus den USA gedacht und kurzer Hand einen analogen Game Controller für Handyspiele erfunden. Beth Marcus, die Gründerin und Chefin von Zeemote, hat mit Ihrem Team den ersten und weltweit einzigen analogen Game Controller für Handygames entwickelt. Und Beth kennt sich aus mit Joysticks. Sie hat damals den Forcefeedback Joystick erfunden und später ihr Unternehmen an Microsoft verkauft. Auch jetzt scheint sie wieder einen echten Hit gelandet zu haben. Wir von FISHLABS haben einfach unseren Shooter Heli Strike kurzer Hand umgebaut, um das neue Game Feeling zu testen. In der einen Hand das Handy, in der anderen die Zeemote, steuert man per Bluetooth den Helikopter elegant über das Handy-Display und feuert mit den Tasten an der Stirnseite seine Salven ab. Nicht nur dass sich der Heli mit der Zeemote viel besser steuern lässt, man blickt auch viel entspannter auf das Display und kann sich besser auf die Action konzentrieren. So bringt Heli Strike gleich noch mehr Spaß und man möchte das Handy und die Zeemote gar nicht mehr aus der Hand legen.

FISHLABS Handygames unterstützen Zeemote

Wir waren so begeistert, dass wir alle unsere Action Handygames für die Zeemote anpassen werden. Bis das Gerät auf den Markt kommt, wird es allerdings noch ein paar Monate dauern. Wir halten Euch aber auf dem Laufenden und unsere Fans werden mit die ersten sein, die Zeemotes direkt bei uns bestellen können. Wer von Euch das Vernügen haben sollte, ebenfalls auf der GDC in San Francisco zu sein, kann unsere Handyspiele mit der Zeemote am Dienstag um 16:00 Ihr in der North Hall Room 111 selbst ausprobieren.

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